Druse

Immer wieder kommt es zu Druse-Ausbrüchen in Pferdeställen. Ursache ist das Bakterium Streprococcus equi subspezies equi.

Der Erreger befällt meistens die oberen Atemwege, d.h., die Nasengänge, Kehlkopf- und Kehlgangs-Lymphknoten, den Rachen und die Luftsäcke. Lymphknoten können abszedieren. Eiter kann sich auch aus den Luftsäcken über die Nüstern entleeren.

In den meisten Fällen ist die Erkrankung gut mit und ohne Antibiotikum zu behandeln, in einzelnen Fällen kann es aber auch zu tödlichen Komplikationen kommen.

Die Pferde haben Fieber, häufig eitrigen Nasenausfluss und geschwollene Lymphknoten, manchmal Schluckbeschwerden.

Die schnelle Isolation, Hygienemaßnahmen und das zweimalige tägliche Fiebermessen des Restbestandes helfen, die Anzahl der erkrankten Pferde und damit die Quarantänezeit klein zu halten. Nichtsdestotrotz muss mit einer Quarantäne von mindestens sechs Wochen gerechnet werden.

Leider bleiben nach einer Infektion 2-10% der Pferde Dauerausscheider. Sie behalten die Erreger in sich – zumeist im Luftsack oder Rachen – und scheiden diesen diskontinuierlich aus, ohne selber Krankheitssymptome zu zeigen. Deshalb sollten unbedingt alle Pferde nach überstandener Infektion auf Druse-Erreger getestet werden. Das gelingt über eine Luftsackspiegelung oder über 3-fache Rachenspülproben.

Da Druse hoch ansteckend ist, sollte der Stallbesitzer mit seinem Hoftierarzt die Maßnahmen für den ganzen Bestand besprechen. Dies kann auch in Form einer Stallversammlung (momentan vielleicht eher online…) erfolgen.

Wir beraten Sie gerne!

Dr. Swantje Werner

Fachtierärztin für Pferde, Fachtierarztpraxis Eversfield, Pferdegesundheit Rhein Main, Hattersheim

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