„Wildes Fleisch“ – caro luxurians

Unser Patient hatte ursprünglich eine Verletzung am Sprunggelenk, die durch einen Tierarzt vor Ort über 3 Wochen konservativ versorgt wurde. Leider bildete sich während des Heilungsverlaufs widerspenstiges caro luxurians – Hypergranulationsgewebe, umgangssprachlich „wildes Fleisch“ genannt.

Das Wachstum von „wildem Fleisch“ ist vor allem als Wundheilungsstörung sekundär heilender Wunden zu beobachten und kommt bei Pferden hauptsächlich an der unteren Gliedmaße vor. Aufgrund der Lokalisation und der Größe des Hypergranulationsgewebes war eine großzügige chirurgische Entfernung unter Vollnarkose das Mittel der Wahl.

Postoperativ wurde die Wunde hauptsächlich durch ätzende Einreibung und der Anwendung von kaltem Plasma behandelt. Zusätzlich haben wir uns in diesem Fall für den Einsatz medizinischer Maden entschieden um den Heilungsverlauf zu unterstützen. Die Behandlung war sehr aufwendig und ist immer noch nicht ganz abgeschlossen.

 

 

Das Ergebnis kann sich aber sehen lassen! Was meinen Sie?

P.S.: Wussten Sie dass man bei Ponys allgemein einen besseren Heilungsverlauf beobachten kann?

Caroline Schmitt

Tierärztin für Pferde, Pferdegesundheit Rhein Main, Pferdeklinik Waldalgesheim

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